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Arbeitsunfälle

Arbeitsunfälle: vorbeugen, sichern, handeln

Arbeitsunfälle können jederzeit und in allen Branchen geschehen. Dass sie passieren, dagegen sind wir machtlos, doch es gibt Möglichkeiten, das Risiko so gering wie möglich zu halten. Um dieses Ziel zu erreichen, muss man zunächst seinen Feind kennen.

Die häufigsten Ursachen für Arbeitsunfälle

Berufsgenossenschaften sind sich einig, die wohl häufigste Art der Arbeitsunfälle sind sogenannte SRS-Unfälle (stolpern, rutschen, stürzen). Das kann sowohl der Unternehmerin im Büro passieren wie auch dem Handwerker auf der Baustelle. Vor allem beim Handwerker hat das ganze jedoch schwerwiegendere bis tödliche Folgen, besonders, wenn er in der Höhe oder in der Nähe von Baugruben arbeitet.
Weitere geläufige Ursachen für Arbeitsunfälle sind falsches heben beziehungsweise tragen, die Gelenk- und Muskulaturschäden hervorrufen oder auch unsachgemäßes lagern – die böse und ebenfalls nicht selten tödliche Überraschung wartet dann auf den nächsten Kollegen beim Ausräumen. Auch die unprofessionelle und leichtsinnige Bedienung von Arbeitsmaschinen gehört zu den am weitesten verbreiteten Unfallursachen. Wieder einmal sind Handwerker am stärksten betroffen.

Wie kann ich mich und meine Angestellten schützen?

Zunächst ist es natürlich alternativlos, sich gut zu versichern, um gegen leichtere bis schwerere Schäden abgesichert zu sein. Darüber hinaus sind bereits im Voraus Schulungen, Fortbildungen und Sicherheitsunterweisungen einfache und effektive Instrumentarien, um Unfällen vorzubeugen. Auf diese Weise führen Sie Ihren Angestellten vor Augen, welche verheerenden Folgen für die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit schon kleinere Unfälle haben können, es müssen nicht immer gleich apokalyptische Beispiele sein – schon Rückenschmerzen oder Knieverletzungen können beispielsweise auf dem Bau lange Ausfälle bedeuten. Wer mit technischem Gerät arbeitet, bringt sich auf den aktuellen Stand der sicheren Bedienung.
Des Weiteren sollten Sie, als Kollege gleichsam wie als Vorgesetzter, null Toleranz bei leichtsinnigem oder fahrlässigem Verhalten walten lassen. Mahnen Sie Fehlgänge und Sicherheitsmängel, die schwerwiegende Auswirkungen für Ihre eigene und die Gesundheit Ihrer Kollegen haben können, konsequent ab.

Unfälle eine Frage von Geschlecht und Alter?

Ja und nein. Zunächst einmal halten tatsächlich Männer den traurigen Rekord von einem Anteil über 90% aller tödlichen Arbeitsunfälle. Gleichsam ist dies aber auch mit der Berufswahl zu erklären. Körperlich sehr anstrengende und risikobehaftetere Berufe wie Handwerksberufe, werden von Männern nach wie vor dominiert. Das bedeutet selbstverständlich nicht im Geringsten, dass Frauen vor Unfallschäden geschützt sind, sondern sagt nur etwas über Geschlechterstrukturen innerhalb der Berufe aus. Ferner sind auch ältere Beschäftigte nicht vor Risiken sicher. Zwar stimmt der Spruch bei jungen Beschäftigten zwischen 20 und 30 Jahren, dass oftmals der „jugendliche Leichtsinn“ waltet oder es an Erfahrung mangelt, aber gerade die Routine der „alten Hasen“ stellt ein enormes Gefahrenpotential dar, dass ebenso zu mal mehr mal weniger schlimmen Missgeschicken führt.

Fazit

Manche Regel oder Vorschrift in Deutschland scheint überzogen und übervorsichtig. So gibt es zum Beispiel Vorgabenkataloge, wie man eine Leiter richtig zu bedienen hat. Wenn es sich jedoch um Sicherheitsvorschriften handelt, haben diese zu aller meist ihre wichtige Berechtigung oder fußen gar auf bereits gemachten, schlimmen Erfahrungen. Um nur das Leiter-Beispiel zu verteidigen: Allein die BG Bau registriert im Jahr 9000 Leiterstürze. Seien Sie also nicht leichtsinnig, schulen Sie sich oder Ihre Angestellten, halten Sie sich an die Sicherheitsvorschriften und versichern Sie sich gegen Schäden. Denn an Ihrem Arbeitsplatz verbringen Sie viel Zeit, in der Sie das Recht haben sollen, sich sicher fühlen zu dürfen.

 

Bild: © Halfpoint

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