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Versicherungen gegen Berufsunfähigkeit: Wie kundenfreundlich sind sie wirklich

Nur ein Fünftel aller Erwerbstätigen hat eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Obwohl Verbraucherschützer immer wieder mahnen, wie wichtig finanzieller Schutz vor Berufsunfähigkeit ist, hat quasi nur jeder fünfte Erwerbstätige entsprechenden Berufsunfähigkeitsschutz. Das Risiko, während des Berufslebens berufsunfähig zu werden, wird häufig unterschätzt. Dabei kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung existenziell sein. Wer hier spart, spart am falschen Ende und riskiert, bei Berufsunfähigkeit in ein tiefes finanzielles Loch zu fallen und plötzlich sozialhilfebedürftig zu sein.

Schutz vor Berufsunfähigkeit – eine wichtige Versicherung

Offizielle Statistiken belegen, dass 25 Prozent aller Erwerbstätigen im Verlauf ihres Berufslebens berufs- oder erwerbsunfähig werden. Die Tendenz ist mit steigendem Alter zunehmend.
Im Auftrag der Wirtschaftswoche hat das sozialwissenschaftliche Analyseinstitut S.W.I. Finance kürzlich eine Studie zur Kundenfreundlichkeit der Versicherungen mit den Versicherten erstellt. Dazu haben sie knapp 1.700 Versicherte der zehn Versicherer mit den höchsten Einnahmen aus Beiträgen zur Berufsunfähigkeit befragt. Um objektive Ergebnisse zu bekommen, wurde zudem die Beschwerdestatistik der BaFin hinzugezogen. Im Rahmen des Tests haben die Tester bei den untersuchten Assekuranzen telefonisch oder per E-Mail Interesse an einer Berufsunfähigkeitsversicherung bekundet.

Das Gesamtergebnis der Analyse bekam die Note „befriedigend“, was die Qualität des Services und die Zufriedenheit der Kunden betrifft. Auf den ersten Plätzen in der Kundenzufriedenheit landeten die R+V Versicherung, die Debeka und CosmosDirekt. Besonders unzufrieden waren hingegen die Kunden der AXA und Zurich/Deutscher Herold.

Verbesserungspotenzial besteht

Keine Frage, dass es noch erhebliche Verbesserungsmöglichkeiten bei den Versicherern gibt, was die Frage des Produktes an sich, die Frage der Kosten und die Servicequalität betrifft. Bei Fragen, in denen es um die Höhe der Prämien geht, waren mehr als die Hälfte der befragten Kunden nicht zufrieden.

Wenn der Versicherungsfall eintritt

Ganz entscheidend ist für den Versicherten, wie die Versicherung einen Antrag auf Zahlung einer Rente wegen Berufsunfähigkeit bearbeitet. Dabei legen Versicherte großen Wert darauf, dass die Bearbeitung zügig und grundsätzlich im Interesse des Versicherten erfolgt. Versicherer, die Leistungen vorenthalten, schneiden in puncto Kundenfreundlichkeit in aller Regel schlecht ab. Die Studie des Analyseinstituts ergab, dass zehn Prozent der Versicherten mit der Schadensbearbeitung der Versicherung nicht zufrieden waren. Häufig war das Einschalten eines Anwalts notwendig, um die versprochenen Leistungen zu bekommen.

Fazit

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist wichtig, insbesondere für nach 1961 Geborene. Sie gehört in das Versicherungsportfolio privater Haushalte. Vor Vertragsabschluss empfiehlt sich ein kostenloser unabhängiger Versicherungsvergleich. Eine Versicherung ist für den Versicherten nur dann gut, wenn der Tarif nicht überteuert ist, und die Leistung im Schadenfall problemlos erbracht wird. Wenn Sie beabsichtigen, demnächst eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, sollten Sie das bei den Anbietern tun, die am kundenfreundlichsten sind. Wer kann das besser beurteilen als die Kunden selbst.

 

Bild: Jenny Sturm / fotolia

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